Photo: Marc Schaefer on Unsplash

NEWS | 2021-10-08

Mal etwas ganz anderes:

Wir müssen reden.

Keine Aufforderung zwischen Dir und mir, aber grundsätzlich zwischenmenschlich und überall. Dass eine solche Diffamierung, wie unten auf dem Bild, Mitte 2021 noch stattfindet, provoziert Redebedarf.

Dabei ist es unerheblich, dass diese Straftat im eigentlich aufgeklärten und als kultiviert angesehenen Deutschland verübt wurde.
Es spielt keine Rolle, ob dieses Bushaltestellenhäuschen an einer stark befahrenen Straße steht.
Es ist auch gleich, dass hier jemand vorsätzlich gehandelt hat. Eine Sprühdose trägt man schließlich nicht jederzeit bei sich.

S Ü N D E.

Ich habe fast einen Unfall verursacht, als mich diese Buchstaben ansprangen, und wie auch beim Rechtsextremismus und Rassismus bestätigt es meine Ahnung, dass so viel Intoleranz im Untergrund schwelt. Gefährliche Intoleranz. Tödliche.

Ich bitte Euch, mit Eurer Leidenschaft queere Literatur zu lesen, offen umzugehen. Ihr sollt sie nicht als etwas Besonderes anpreisen, aber auch nicht verschweigen. Ein Roman mit queeren Protagonisten sollte meiner Meinung nach noch nicht einmal eine gesonderte Kategorie in den Buchläden und diversen Onlinehandeln erhalten. Ich weiß, dass diese Kategorien es Pro-Leser*innen vereinfacht, hier schneller fündig zu werden. Für die Akzeptanz der queeren Gesellschaft als TEIL der allgemeinen Gesellschaft, ist es jedoch weniger förderlich in meinen Augen. Das sind tatsächlich zwei verschiedene Paar Schuhe.

Auf dem von Google gestalteten Plakat wird die Frage gestellt: »Wie zeige ich Toleranz?«

Zeigt Flagge. Eben genau diese. In jeder Euch möglichen Art. Redet darüber, was Ihr lest. Die Regenbogenflagge vereint uns alle. Sie ist ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz.
Ein Zeichen, welches niemals durch das Wort »Sünde« beschmutzt werden darf. Danke. 🖤

Genießt das Wochenende.
Euer Jay xxx

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