Live- Interview auf Facebook

Am 18. Februar 2018 habe ich an meinem ersten Live-Interview mitgewirkt. Fragen durften mich Leser und Leserinnen aus dem Bereich der homoerotischen Lektüre. ^^ Ich war ziemlich aufgeregt, aber der Abend war eine echt coole Erfahrung. Thx an alle, die beteiligt waren und an die Admins der HELFA-Gruppe für die Möglichkeit des Interviews.

Es ist zu meiner eigenen Überraschung wirklich ziemlich lang geworden – obwohl ich es bereits gekürzt habe. O.O. Nun denn, ich wünsche dann mal gute Unterhaltung. *g

Live- Interview auf Facebook
Interview vom 18. Februar 2018

Nico: Gibt es ein Thema über das Du gern schreiben würdest, Dich aber noch nicht getraut hast? Bzw. gibt es etwas, worüber Du nie schreiben würdest?

Jayden: Hmm, ›trauen‹ würde ich das nicht nennen. Ich würde gerne noch über einen bipolaren Charakter schreiben. Aber etwas teilautobiografisches steht auch noch aus. Das wird, denke ich, etwas hart, muss aber sein.

Sandra F.: Wie bist Du zum Thema Deines Romans gekommen?

Jayden: Das hat sich entwickelt. Ich schreibe eigentlich nie mit einem vollständigen Plot im Kopf. ^^ Irgendwann war klar, was Nathanyel ›sein soll‹. Und da ich beruflich in dem Bereich arbeite und die Recherche mir dadurch ziemlich vereinfacht wird, habe ich es sich einfach entwickeln lassen.

Sandra F.: Hast Du neben dem Folgeroman bereits etwas Neues in der Pipeline oder noch in Deinem Köpfchen?

Jayden: Ja, habe ich. Ich werde etwas teilautobiografisches schreiben […]. Aber es springen natürlich auch immer mal wieder andere Ideen in meinem Kopf herum, denke aber, das wird wohl das sein, was ich als Nächstes angehen werde.

Nico: Was darf beim Schreiben bei dir nie fehlen? Musik? Schoki? Zigaretten? Haustiere? 🙂

Jayden: Musik. Zwingend notwendig. Ich wähle sie auch bewusst zu den Szenen aus. Ohne geht‘s nicht. Ich höre dann aber selten Bands – meist hilft mir instrumentale Klassik. Filmmusik eben. Ich habe ziemlich viele CDs hier rum fliegen. Na jaa und dann liegt da immer ein roter Kater auf meinen Füßen, der fehlt schon, wenn er nicht da ist … und Kaffee brauche ich … und auch oft was Süßes. Aber nicht immer. ^^

Diana: Liest denn Dein Schatz Deine Geschichten?

Jayden: Ja, er hat sie im letzten Jahr gelesen, nachdem ich mich nicht mehr gesträubt habe. ^^ Ob ich ihm allerdings alles hinlegen werde, weiß ich noch nicht. Ich bin da eher verschlossen. Dauert etwas.

Lex:  Wie oft schreibst Du in der Woche und wie lange? Wie viel kommt dabei raus?

Jayden:  Tjaahaa, also ähm … ich bewundere das Tempo mancher Kollegen hier. Ich brauche ewig lange, bis ich mit einem Abschnitt zufrieden bin. Ich feile und feile und feile. Ich bin da mega-extrem.  🙁 Ich habe früher viel abends und nachts geschrieben, das kann ich aber nur in den Sommermonaten. Jetzt im Winter schreibe ich nur vormittags an meinen freien Tagen.

Larissa:  Woher nimmst Du Deine Inspiration für Deine Werke?

Jayden: Aus dem Leben. Ich bekomme sehr sehr viel zu hören in meinem Beruf …

Lena: Mit was hast Du heute Deine Nerven beruhigt, um das Interview hier zu meistern?

Jayden: Ich war ein paar Stunden mit meiner Tochter und meinem Freund draußen. Spazieren, reden und Kaffee trinken. Sonne tanken. Das war gut. Und hin und wieder habe ich seine Hand gequetscht. *gg

Gabriele: Schreibst Du chronologisch oder „hüpfst“ Du durch die Szenen?

Jayden: Unbedingt chronologisch. Es macht mich verrückt, wenn ich hin und her springe. Deswegen meine Barriere zu Beginn des zweiten Teils, weil ich unbedingt in der Mitte anfangen wollte, aber ich mich echt zügeln musste. Hätte ich das getan, würde ich heute tatsächlich nicht mehr schreiben. Später dann, wenn alles geschrieben ist, switche ich erst zwischen den Kapiteln hin und her und verändere und ergänze und werfe alles über den Haufen…

Tatjana: Hast Du einen Fernseher zu Hause?

Jayden: Ja, zwei. Aber nie an. Meine Tochter darf nicht fernsehen.

Joyce: Wo siehst Du Dich in 5 Jahren?

Jayden: Keine Ahnung. Ich konnte schon in Vorstellungsgesprächen nie was dazu sagen. Ich hoffe, man wird mich dann einfach noch mögen.

Tatjana: Welche ist Deine Lieblingsstadt in Deutschland?

Jayden: Leipzig.

Tatjana: Ich denke, um ein Buch zu schreiben, beziehungsweise Stück für Stück daran weiterzuarbeiten, ist jedes Mal auch Zeit nötig, um sich erst mal wieder hineinzudenken. Könnte mir auch vorstellen, dass man währenddessen auch nicht unbedingt gestört werden möchte. Wie bekommst Du das neben Familie, Arbeit und Hobbys hin, und wie viel Zeit findest Du so durchschnittlich (in der Woche oder im Monat) zum Schreiben?

Jayden: Gar nicht.  ^^ Oder höchst selten. Du denkst da richtig, das ist auf jeden Fall bei mir notwendig, aber ich komme hier kaum zur Ruhe, wenn mein Kind anwesend ist. Ich kann dann auch nicht schreiben, wenn sie im Haus ist. Ich bin froh, dass ich ein gutes Netzwerk an Freunden habe, zudem ihren Daddy und ihre Mum und sie hat selbst ja auch Freunde, zu denen sie gehen kann, wenn Papa mal wieder … exzentrisch wird und ’nen Rappel kriegt.
Durchschnittlich schreibe ich zwei bis drei Tage in der Woche.

Lena: Was wünschst Du Dir von Deinen Lesern?

Jayden: Meine Leser tun schon alles, was ich mir wünschen würde. Sie zeigen Interesse an meinen Geschichten und ich bin gesegnet mit den Rezensionen, die ich bislang bekommen habe. Ich weiß die wirklich alle sehr zu schätzen.
Generell würde ich mir von Lesern allerdings einen aufgeschlosseneren Umgang mit Dramen und auch Open End Und Sad End wünschen. Utopisch … leider … ich weiß. ^^

Gabriele: Du sagst, Du bist sehr kritisch mit Dir selbst und feilst lange an Kapiteln. Gehst Du erst weiter in der Geschichte, wenn Du zufrieden bist, oder gehst Du immer wieder Durch die ganze Geschichte?

Jayden: Ich gehe erst weiter, wenn ich zufrieden bin. Aber das ändert sich auch. Ich gehe auch wieder zum Anfang zurück und feile nochmal, wenn ich schon fast am Ende bin. Es ist auch schon passiert, dass ich ganze Kapitel wieder über den Haufen geworfen habe, mit denen ich vorher nach langem Feilen zufrieden war.

Sandra B.: Schreibst Du mit einem fertigen Plot oder bist Du eher der Chaosschreiber?

Jayden:  Ich lasse sich die Geschichte entwickeln. Ich wusste nicht im Detail, was ich in der ›Der steinerne Garten‹ schreiben werde. Ehrlich nicht. Nur ziemlich grob und ich bin an einer ganz anderen Stelle raus gekommen, als ich dachte. *gg Aber jetzt habe ich mir schon etwas mehr Gedanken gemacht …

Minelle: Hast Du schriftstellerische Vorbilder, egal aus welchem Genre?

Jayden: Nein, gar nicht. Ich versuche nach meinen Ansprüchen zu schreiben.

Mimi: Hast Du Dich schon mal ernsthaft beim Skaten verletzt? Mal abgesehen von Schürfwunden ^^.

Jayden: Gebrochen tatsächlich noch nie was. Aber eine Gehirnerschütterung schon des Öfteren. Sonst eher tatsächlich die typischen Schürfwunden … ^^

Tatjana: Hast Du – für Dich – im Kopf schon das Ende von Teil 2 klar? (Keine Angst…ich frage nicht wie es aussehen wird …. 😉 )

Jayden: Ja das habe ich. Es wird heller. Denke ich doch.
Aber bei mir weiß man glaube ich nie. Pat sagt gerade, ich werde bestimmt doch wieder jemanden abmurksen. *lol. Aber ja. Tote wird es definitiv geben.

Tatjana: Solange es nicht die Hauptprotas sind!!!!   O.O.  Du bist schuld, wenn ich doch noch mehr fragen möchte…. 😉 Und ich dachte, Du beruhigst mich jetzt ….

Lena: Obwohl es ein paar definitiv verdient haben … also hoffe ich, dass die Richtigen sterben ^^ – nicht, dass am Ende Lancaster mit Delwyn glücklich in den Sonnenschein reitet. O.O.

Tatjana: Wer auch immer die sind … Ich weiß nur, dass es wichtig ist, dass Riley und Nathanyel überleben!

Mimi: Das wärs noch, Lena. Bring ihn bloß nicht auf Ideen. O.O.

Minelle: Was kann Dich beim Schreiben am ehesten aus dem Konzept bringen?

Jayden: Unangemeldeter Besuch von Menschen die mir wichtig sind. Und mein Kind. Wenn sie was hat, dann kann ich nicht weiterschreiben.
Naja und dann wenn die fucking Technik mal wieder nicht so will wie ich. Mein Prolog ist – warum auch immer – im Nirwana verschwunden. Das hat mich echt zurückgeworfen.


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Bild: terimakasih0 | pixabay.com


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Bild | Credits:
Hintergrund: pixabay | pexels.com
Coverfoto: unsplash.com [Collage]
Covergestaltung: Jayden V. Reeves

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