BLOGGERSTIMMEN 5 | DER STEINERNE GARTEN BD. 1

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Buchsüchtig

»Ich bin auf einer Messe zufällig über den ›Steinernen Garten‹ gestolpert. Da ich eine Schwäche für farbentsättigte am besten schwarze Bucheinbände habe, musste ich es mir näher ansehen, denn es stach zwischen den anderen recht deutlich hervor. Der Titel allein, hätte mich nicht dazu gebracht mich dafür zu interessieren. Beim Lesen des Klappentextes sprangen mich die Worte ›…Routinen, Zwang und Kontrolle…‹ regelrecht an. Ich hatte einen leisen Verdacht um was es gehen könnte, und meine Neugier war geweckt. Vor diesem Buch hatte ich noch keines mit solch einem thematischen Hintergrund gelesen, und auch der Autor war für mich neu. Nach ein paar Zeilen, die ich irgendwo mittig im Buch weggesuchtet hatte, wusste ich dass mir der Stil gefällt, und ich habe es gekauft.

Endlich wieder ein Buch, was mich noch Tage, ja Wochen nach den letzten Worten beschäftigt hat. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Trennungsschmerz nach der letzten Seite ist etwas besonderes, und hier gab es ihn für mich.

Endlich wieder ein Buch, welches nicht einfach nur unterhalten und gefallen will, denn es ist definitiv kein ›Wohlfühlbuch‹. Es ist für mich ein ›Ich-bin-glücklich-es-gelesen-zu-haben‹ – Buch. Allein die Sprache und die Stimmung ließen mir keine andere Wahl, als es in jeder freien Minute weiterzulesen.

Riley und Nathanyel sind zwei Charaktere, die nicht dem üblichen ›man-muss-sie-einfach-lieben‹ – Klischee entsprechen, und genau das machte sie für mich interessant. Sie sind nicht, im klassischen Sinne, liebenswert. Für mich waren sie es aber genau deshalb. Beide sind schroff, sperrig und ungewöhnlich. Mit ihren Ecken und Kanten bildeten sie eine spannende und fesselnde Komplexität, die mich durch das Buch begleitet hat. Ich war glücklich, dass es keine Liebesschnulze wurde, sondern eher ein spannendes Drama mit psychologisch wundervoll ausgearbeiteten Charakteren, die mich nicht mehr losgelassen haben. Leider gibt es nicht oft solche komplexen Romanfiguren, und gerade das machte dieses Buch zu etwas besonderem für mich. Vermutlich auch deshalb, weil die Sprache und die Stimmung in diesem Buch keinesfalls platt und langweilig sind, sondern vielmehr fesselnd, vielschichtig und wundervoll.«

© Buchsüchtig [Mandragora] auf Amazon am 08. April 2019
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